Transitproblematik kann nur gemeinsam gelöst werden

Wie beim runden Tisch im Bad Reichenhaller Rathaus zum Transitverkehr am 28. Februar angekündigt, hat der Schneizlreuther Bürgermeister die Ergebnisse nun am 12. März mit dem Gemeinderat diskutiert und langfristige Zielsetzungen festgelegt. Einig waren sich alle drüber, dass Lösungen zum Schutz der Anlieger an der B21, der St2101 über den Thumsee und der B305 in Jettenberg und in Weißbach a.d.A. nur gemeinsam und mit Unterstützung der Stadt Bad Reichenhall gefunden und durchgesetzt werden können. Insbesondere die vernünftige Kanalisierung des Schwerlastverkehrs, eine wirksame Kontrolle im Kleinen Deutschen Eck, die Einrichtung von weiteren Geschwindigkeitsbeschränkungen oder der Bau zusätzlicher Lärmschutzmaßnahmen werden aus Sicht des Bürgermeisters, wie der Bürgervertretung, einen langen Atem brauchen und nur mit Unterstützung der Politik und der Behörden umzusetzen sein.

Zufrieden zeigte sich Simon, dass seine Unmutsbekundung in der Presse, vor der besagten Stadtratssitzung in über eine Tonnagebegrenzung auf 7,5 Tonnen für die St2101, zumindest der Ziel- und Quellverkehr Richtung Inzell und Weißbach a.d.A. aus dem Beschluss vom 19. Februar genommen wurden. Der Runde Tisch am 28. Februar habe dann deutlich gemacht, dass die Zielsetzungen, insbesondere der Bürgerinitiative Karlstein, die Anlieger an der B21 von Baumgarten bis zur Abzweigung in die B305 in Schneizlreuth zusätzlich belasten würden. Auf Vorschlag von Oberbürgermeister Dr. Herber Lackner einigte sich die Runde schließlich, die Problematik mit einer Delegation aus Bad Reichenhall und Schneizlreuth bei der Regierungspräsidentin zu erörtern. Seine konkreten Ziele definierte der Schneizlreuther Gemeinderat nun in der Sitzung am 12. März wie folgt:

 

  • Der Schwerlastverkehr gehört auf die B21 und nicht auf die St2101
  • Tonnagebegrenzung für die St2010 nicht 7,5 Tonnen sondern 12 Tonnen
  • Keine Einschränkunge für den Ziel- und Quellverkehr Richtung Weißbach a.d.A. und Inzell auf der St2101
  • Wirksame Kontrollen des Nachtfahrverbot über das Kleine Deutsche Eck. Kontrolle ob Lkw`s berechtigt hier fahren oder die Strecke als Abkürzung Richtung Süden missbrauchen. Diese Lkw müssen gezwungen werden, die dafür vorgesehenen Autobahnen zu nutzen.
  • Hilfreich wäre es am Festplatz in Bad Reichenhall Parkmöglichkeiten mit sanitären Einrichtungen zu schaffen damit die Lkw-Fahrer nicht gezwungen sind, auf allen möglichen kleinen Parkplätzen zu parken und dort sowohl ihre Notdurft zu verrichten, oder ihren Müll zu entsorgen. Dort könnte man auch gut kontrollieren.
  • Prüfung ob weitere Kontroll- oder Ruheparkflächen im Verlauf der B21 geschaffen werden können
  • Konsequente Geschwindigkeitskontrollen, insbesondere der erlaubten 60 kmh für Lkw über 7,5 Tonnen auf der gesamten Strecke der B21 und im Besonderen vom Wendelbergtunnel bis zur Fahrbahnverengung auf Höhe des Lenzenbauern in Ristfeucht.
  • Konsequente Geschwindigkeitskontrollen auf der B305-Innerorts in Weißbach a.d.A. am besten mit stationären Radaranlagen.
  • Konsequenter Ausbau von Lärmschutzmaßnahmen zwischen Baumgarten und Schneizlreuth entlang der B21.
  • Konsequente Schutz der Bevölkerung vor Feinstaub, Lärm und Abgasen durch Geschwindigkeitsbeschränkungen.

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